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Was bedeutet eigentlich samenfest?


Samenfeste Sorten können über Generationen hinweg selbst vermehrt werden. Die Pflanzen bilden Samen aus, die im nächsten Jahr wieder ausgesät werden können und dabei dieselben Eigenschaften wie die Mutterpflanze besitzen. Eine samenfeste Möhre bringt also wieder Möhren hervor, die ihrer ursprünglichen Sorte entsprechen.

Anders verhält es sich bei vielen modernen Hybridsorten. Diese werden gezielt gekreuzt, um bestimmte Eigenschaften wie Ertrag, Gleichmäßigkeit oder Transportfähigkeit zu verbessern. Die Nachkommen dieser Pflanzen sind jedoch nicht sortenstabil. Wer die Samen einer Hybridsorte aussät, erhält oft Pflanzen mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften oder deutlich geringeren Erträgen.

Warum sind samenfeste Sorten wichtig?

Samenfeste Sorten tragen zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei. Während weltweit immer weniger Nutzpflanzensorten angebaut werden, bewahren sie eine große Bandbreite an Geschmäckern, Formen, Farben und Anpassungsfähigkeiten. Viele alte Gemüsesorten, die heute wieder entdeckt werden, sind samenfest.

Mehr Geschmack und Charakter

Viele samenfeste Gemüsesorten wurden ursprünglich nicht für lange Transportwege oder eine maschinelle Ernte gezüchtet, sondern für Geschmack und Qualität. Deshalb überraschen sie oft mit besonders aromatischen Tomaten, würzigen Salaten oder charaktervollen Möhren.

Im ökologischen Landbau spielen samenfeste Sorten eine zunehmend wichtige Rolle. Sie werden häufig unter Bedingungen gezüchtet, die dem Bio-Anbau entsprechen, und können sich über viele Jahre an regionale Gegebenheiten anpassen.

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