Gerade hat uns unser Obstbauer aus der Fränkischen Schweiz die Birnensorte für nächste Woche verraten: Die Doppelte Philipps. Und da die Namen von Woche zu Woche kreativer werden, haben wir mal ein bisschen nachgeforscht: Tatsächlich erzählen viele Birnennamen spannende Geschichten – auch wenn ihre Ursprünge heute nicht immer eindeutig nachzuvollziehen sind. Die Namen beziehen sich häufig auf Personen, Orte oder besondere Merkmale der jeweiligen Sorte.
Die Williams Christ Birne zählt heute zu den bekanntesten Birnensorten Europas. Sie stammt vermutlich aus England und wurde dort im 18. Jahrhundert verbreitet. Der Name „Williams“ wird meist mit dem Baumschulbesitzer Richard Williams in Verbindung gebracht, der zur Verbreitung der Sorte beigetragen haben soll.
Die Birnensorte Conference wurde im 19. Jahrhundert in England gezüchtet. Ihr Name soll darauf zurückgehen, dass sie auf einer Obstbau-Konferenz vorgestellt oder ausgezeichnet wurde. Diese Erklärung wird häufig genannt, auch wenn die genauen historischen Umstände heute nicht immer detailliert dokumentiert sind.
Viele historische Birnensorten tragen Namen von Personen, Regionen oder gesellschaftlichen Persönlichkeiten ihrer Epoche. Sortennamen wie Gräfin von Paris oder Köstliche von Charneux zeigen, wie eng Obstbau, Kultur und Geschichte miteinander verbunden waren.
Die Herkunft der Birnensorte Alexander Lucas gilt als vergleichsweise gut dokumentiert. Nach pomologischen Quellen soll die Sorte um 1870 in einem Wald in der Umgebung von Blois in Frankreich entdeckt worden sein. Ihren Namen erhielt sie demnach nach ihrem Entdecker Alexandre Lucas.