Ich komme einmal im Jahr und in der Regel werden zuerst die schriftlichen Dokumente geprüft wie Betriebsbeschreibung, Sortimentsliste, Lieferantenliste etc. Dann werden stichprobenartig Prüfungen gemacht wie z.B. Wareneingangskontrolle (richtige Kennzeichnung, bio...) und auch Warenausgangsbelege werden geprüft. Bei jeder Kontrolle ist zwingend auch eine Rückverfolgbarkeitsprüfung dabei und eine Warenflussberechnung. D.h. ich nehme irgendein Produkt mir her und schaue, wann ist es gekauft worden, ist es richtig ausgelobt worden und ist bio auch bio.
Die Kontrolle lief zügig. Es sind alle Belege vorhanden. Es ist auch ein sehr gutes Warenwirtschaftssystem installiert, also ist es relativ einfach, geforderte Daten relativ schnell zu erhalten.
Ja, natürlich gibt es kleinere Abweichungen oder geringfügige Mängel, also wenn z.B. etwas mal nicht richtig ausgezeichnet ist. Aber schwerwiegende Verstöße, z.B. dass konventionelle Ware als bio verkauft wird, das haben wir in Deutschland nicht.
Also in Europa haben wir ja ein einheitliches System, d.h. jedes EU-Land muss seine Betriebe eigenständig kontrollieren und damit wir diese Produkte gleich erkennen, gibt es ja das EU-Bio-Logo, das ist das Blatt auf grünem Grund. Ich würde jedem Verbraucher raten, zuerst die einheimischen Bio-Produkte zu kaufen, weil da weiß ich einfach, woher es kommt, und kann den Betrieb auch mal besuchen.
06.02.2026
Autoren: Dipl.-Ing. (FH) agr. Birgit Raab (ÖkoP Zertifizierungs GmbH), Simone Klebes (abokiste Marketing)